FAQ Ewilpa®

Was bedeutet "kontrolliert" verwildern? Wilde Pflanzen sind „intelligent“. Sie wachsen genau da, wo sie optimale Bedingungen in Bezug auf Bodenbeschaffenheit und Landschaftsform finden. 

Wie groß soll ein Ewilpa® sein?


Hier gibt es keine starren Regeln. Es kommt auf das Umfeld an, denn mitten in einer Großstadt wird schon eine Fläche von 0,3 Hektar (=3.000 Quadratmeter) als “Park” wahrgenommen, in ländlichen Gegenden würde diese Fläche winzig wirken. Auf dem Land sind zusammenhängende Flächen von 1 bis 3 Hektar oder dezentrale Lösungen mit vielen Teilflächen, welche durch einen Themenweg miteinander verbunden sind, ideal.

Kann ein Ewilpa® als ökologische Ausgleichsfläche anerkannt werden?


Ja! In einem Ewilpa® werden ausschließlich in Mitteleuropa heimische und zum jeweiligen Standort ökologisch passende Pflanzen gepflanzt und angesiedelt. Die einzelnen Gestaltungselemente eines Ewilpa® wie zum Beispiel Ackerbrache (=Wildgemüsefeld), Feuchtwiesen, Alleen, Baumhaine, Wildfruchthecken und Streuobstwiesen sind alle im Sinne der ökologischen Ausgleichsflächen wertvolle Biotope.

Was unterscheidet ein Ewilpa® von Urban Gardening?


Beim Urban Gardening steht der Anbau von Kulturgemüse im Mittelpunkt, im Ewilpa® die “kontrollierte Verwilderung” von einheimischen Wildpflanzen. Es spricht nichts dagegen, bei der Planung eines Ewilpas® auch eine Fläche für Urban Gardening zu reservieren. Hier wird das Gärtnern sogar noch viel besser funktionieren, da im umgebenden Ewilpa® viele natürliche Helfer leben (Bestäuber-Insekten, Raupen fressende Singvögel, ...) sowie Mulch- und Düngerpflanzen zur Verfügung stehen.

Was ist der Unterschied zu Permakultur?


Im Sinne der Permakultur besteht ein Ewilpa® aus Ergänzungszone und Wildniszone.

Wie gehen wir mit Hunden im Ewilpa® um?


Lebensmittel und Hunde – das passt nicht gut zusammen. Andererseits laufen Füchse und andere Wildtiere auch frei herum, übrigens auch auf jedem Salat- oder Erdbeerfeld. Seitens der Stiftung folgen wir daher eine der jeweiligen Situation angepassten Strategie: In einem siedlungsnahen, klar abgegrenzten Ewilpa® sind Hunde nicht erlaubt. In einem weitläufigen, aus verschiedenen Teilgebieten bestehenden Ewilpa® müssen Hunde angeleint werden. Sind in Sonderfällen Maßnahmen gegen Hunde nicht umsetzbar, müssen Kräuter und Stauden in Hochbeeten angesiedelt werden. Das Erntegut von Büschen und Bäumen ist ja außerhalb der Reichweite von Hunden.

Was kostet ein Ewilpa®?


Der Wegebau, das eventuell mögliche Seminarhaus (“Grünes Klassenzimmer”), das Informationsmanagement (Infotafeln, Wegweiser, Begleitbuch, Webpräsenz) sowie die Grundstückskosten sind die wesentlichen Positionen. Im Vergleich dazu sind die Bäume, Sträucher, Stauden und das Saatgut günstig. Eine intelligente Konzeption und Planung kostet einmalig, kann jedoch enorm Kosten sparen, zum Beispiel indem bereits vorhandene Wege und Grundstücke der Kommune mit in das Gesamtkonzept einbezogen werden. Da jeder Ort und jedes Projekt einmalig ist, können wir hier keine fixe Summe nennen. Erst nach einem ersten Gespräch über die örtlichen Gegebenheiten und Zielsetzungen kann der finanzielle Aufwand besser eingeschätzt werden.

Welcher Pflegeaufwand entsteht langfristig?


Essbare Wildpflanzen benötigen wenig Pflege, schließlich sind sie Teil unserer einheimischen Natur. Im Vergleich zu herkömmlichen öffentlichen Grünflächen ist der finanzielle Aufwand höchstens gleich meist jedoch geringer - je nach Gestaltung des Ewilpas®. Die Wiesen müssen 1 bis 2 Mal jährlich gemäht und die Beschilderung auf mögliche Beschädigungen überprüft werden. Gehölze werden nur dann, wenn es dringend erforderlich ist, geschnitten.

Wer kann Träger eines Ewilpas® sein?


Ökologisch wirtschaftende Bauern, Städte und Gemeinden, Unternehmen, engagierte Einzelpersonen, Vereine, Kurverwaltungen, Betreibergesellschaften von Kliniken, Bio-Hotels, ...
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Die Idee - Essbare­Wildpflanzen­Parks
Bei der Gestaltung von EssbareWildpflanzenParks werden krautig wachsende Wildpflanzen, Stauden, Sträucher und Bäume gepflanzt, um diese dann kontrolliert verwildern zu lassen.