"Stuttgarter Zeitung - Regionalteil Göppingen"/ Mittwoch, 16. Oktober 2019

Interesse an Wildpflanzenpark


Das Interesse ist groß. Die Stuhl­reihen im Veranstaltungssaal der Feuerwehr in Dürnau sind besetzt. Es geht um essbare Wildpflanzen, konkreter um einen Park mit essbaren Wildpflanzen. Am Schluss stehen rund 40 ­Namen von Leuten auf einer Liste, die mithelfen wollen, das Projekt zu verwirklichen. Andrea Stark, eine Dürnauerin, die einen regionalen Bio-Lieferservice betreibt und die Initiatorin der Veranstaltung ist, will sie bald zu einem nächsten Treffen einladen. Dann sollen erste Ideen ausgetauscht werden. Auch der Bürgermeister Markus Wagner und der Gemeinderat sind aufgeschlossen.


 Lebensmittelskandale, wachsende Plastikberge, eine zunehmende Umweltzerstörung – all das beschäftigt die Menschen, die, auf der Suche nach Alternativen zum bisherigen Lebensstil, zu dieser Veranstaltung gekommen sind. Markus Strauß, der Initiator der Stiftung Essbare- Wildpflanzen-Parks (Ewilpa) und Autor zahlreicher Bücher über dieses Thema, macht sich stark für eine „Rückkehr der essbaren Wildpflanzen in unsere Esskultur“. Die Argumente, die er vorbringt, klingen überzeugend. Der Genuss solcher Pflanzen sei sehr gesund: „Sie enthalten fünf- bis zehnmal mehr Vitalstoffe­ als Kulturpflanzen“, erläutert Strauß. Seine Vision: In ganz Deutschland sollen flächendeckend Ewilpa-Parks entstehen, aus denen sich bedienen darf, wer immer es möchte. Die Vorteile dieser gehobenen Form des Sammelns liegen für ihn auf der Hand: eine gesündere Ernährung, kein Verpackungsmüll, keine langen Transportwege, keine Pestizide, keine Düngung und ein Stück intakte Natur vor der Haustür – Tummelplatz für Bienen und andere Insekten wie auch für Vögel.


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Die Idee - Essbare­Wildpflanzen­Parks
Bei der Gestaltung von EssbareWildpflanzenParks werden krautig wachsende Wildpflanzen, Stauden, Sträucher und Bäume gepflanzt, um diese dann kontrolliert verwildern zu lassen.