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Die “wilde” Sammelliste mit den aktuell essbaren Wildpflanzen in der freien Natur*

 

⇒ Die passenden Rezepte gibt es jahreszeitenentsprechend immer hier.

 

BLÜTENDUFT EINFANGEN

 

♦ HOLUNDER
(Sambucus nigra)
Jetzt ist Hochsaison! Frisch aufgeblühte Dolden getrocknet als schweißtreibenden Tee bei Erkältungskrankheiten; als Kaltauszug die aromatische Grundlage für Limonade, Sirup, Gelee; und in Teig ausgebacken als Holunderküchlein.

holunderblüte

(c) Birgit Matz

 

♦ LABKRAUT (ECHTES)
(Galium verum)
Die gelblich-grünen Blütenstände stehen nun auf mageren Wiesen in voller Blüte. Kaltwasserauszüge werden für die Herstellung von Sirup und Limonaden genutzt  Weitere Verwendung wie beim weiß blühenden Wiesen-Labkraut.

labkraut-bearbeitet

 

♦ LABKRAUT (WIESEN-)
(Galium mollugo)
Man erntet die Blüten für eine essbare Dekoration von Salaten oder Desserts. Außerdem kann daraus mittels Kaltwasserauszüge Sirup und Limonaden hergestellt werden. Sahne oder Pudding können ebenso mit den Blüten aromatisiert werden. Diese werden einfach zuvor in die (Pflanzen-)Milch oder Sahne eingelegt, bevor es zur Weiterverarbeitung kommt.
Zur Verwendung der Triebspitzen – siehe weiter unten.

labkrautblütenbeginn

(c) Birgit Matz

 

♦  LINDE, besonders Sommerlinde
(Tilia platyphyllos)
Gesammelt werden die frisch aufgeblühten Blüten am besten morgens gegen 10 Uhr. Volksmedizinisch als Heiltee werden die Lindenblüten ebenso wie die Holunderblüten bei fiebrigen Erkältungskrankheiten genutzt; kulinarisch zur Herstellung von Limonaden und Gelees.

Lindenblütenlimonade

(c) Micha Brem

 

♦ ROSEN(BLÜTEN)
(Rosa canina/Rosa rugosa/Rosa rubiginosa)
Die Damaszener Duftrosen, alte englische Sorten aber auch die wilden Hundsrosen sowie die Kartoffelrosen können betörend riechen. Getrocknet als Schmuckdroge für Tees; Kaltwasserauszüge als Grundlage für Rosengelee. Spezialität: verzuckerte Rosenblütenblätter.

Heckenrose bluete

(c) Birgit Matz

 

 

ESSBARE BLÜTEN AUS DEM GARTEN ODER VOM FELDRAND

 

♦  JOHANNISKRAUT, ECHTES
(Hypericum perforatum)
Für die „Rotöl-Herstellung“ werden Blüten und Blätter der Triebspitzen mit einem guten Olivenöl übergossen. Dann bleibt die Mischung 2 Wochen an einem hellen, warmen Ort stehen. Das Öl wird dann rotbraun. Für eine Tinktur zur innerlichen Einnahme werden vor allem die im Hochsommer gesammelten Blüten verwendet, denn der depressionslindernde rote Wirkstoff Hypericin ist vor allem in den Blüten enthalten. Für einen Johanniskraut-Tee werden ein bis zwei Teelöffel des Krautes auf eine Tasse wird mit kochendem Wasser übergossen und 5 bis 10 Minuten durchgezogen.

 

♦ MALVEN
Wilde Malve (Malva sylvestris) & Weg-Malve (Malva neglecta)
Die Blüten weisen einen hohen Gehalt an Schleimstoffen auf. Die Blüten beider Arten sind eine essbare Dekoration.

Malvenblüte

(c) Birgit Matz

 

♦ NACHTKERZE
(Oenothera biennis)
Blüten und Blütenknospen schmecken mild. Als Essbare Dekoration für Salate oder Desserts. Knospen als wie „kapern“ einmachen und als Anti-Pasti essen.

 

♦ STEINKLEE
(Melilotus officinalis)
Frisch und roh passt Steinklee als Zutat zum Salat oder gemischt in den Kräuteraufstrich. Die getrockneten Blätter und Blüten sind ein aromatisches Gewürz für alle Arten von Desserts sowie von Limonade, Likör oder Tee. Die Blüten duften nach Honig (und die Bienen lieben sie!), die frischen Blätter schmecken dagegen scharf und bitter. Beim Trocknen von Steinklee wird Cumarin (ein aromatischer, sekundärer Pflanzenstoff) freigesetzt. Dieser Duft erinnert an Waldmeister und Heu.

(c) Pixabay


♦ TAGLILIE, GELBE

(Hemerocallis lilioasphodelus)
Die Blüten der scharf-würzigenTaglilien können als essbare Dekoration auf Salate, Dips oder auch auf Desserts verwendet werden.

(c) Birgit Matz

 

 

ERSTE SOMMERLICHE (WILD)FRÜCHTE

 

♦ HIMBEERE
(Rubus idaeus)
Roh und frisch in Fruchtsalate, Müsli, Smoothie oder Joghurt, als Sorbet oder Kuchenbelag. Verarbeitet als Fruchtaufstrich, Marmelade, Gelee, Saft, Sirup, Essig und Likör. Getrocknete Beeren geeignet als Wintervorrat für Müsli oder Smoothie. Getrocknete Blätter als eine der Hauptzutaten von Hausteemischungen.

♦ JOHANNISBEERE, ROTE
(Ribes rubrum)
Jetzt beginnt die Beerensaison! Aus den Beeren werden Marmelade, Gelee, Likör, Kuchen oder Desserts zubereitet.

(c) Birgit Matz


♦ WALD-ERDBEERE

(Fragaria vesca)
Die einheimische Urform der Erdbeere schmeckt besonders aromatisch. An sonnigen Waldrändern und an lichten Stellen im Wald leuchten nun die kleinen, süßen Früchtchen und verlocken zu einem besonderen Genuss.

Walderdbeere

(c) Pixabay

 

 

DIE GRÜNEN WILDEN

 

♦ ACKERHELLERKRAUT
(Thlaspi arvene)
Junge Blätter und Triebspitzen als Zutat in Salat, für Kräuterquark, Aufstriche und Pesto. Oder als pikante Würze in Rührei oder Omelette. Knospige Blütenstände schmecken fast wie Brokkoli und können in Öl gedünstet und mit Zitronensaft und Tamarisauce als Gemüse gegessen werden. Blüten als essbare Dekoration.

ackerhellerkraut

(c) Birgit Matz

 

♦ BACHBUNGE
(Veronica beccabunga)
Blätter und Triebspitzen kommen als Zutat in den Mischsalat oder werden als Aufstrich oder Dip weiterverarbeitet.

Bachbunge

(c) Birgit Matz

 

BIRKE
(Betula pendula / Betula pubecens)
Getrocknete Birken-Blätter können als Tee verwendet werden und sind somit das ganze Jahr über verfügbar. Extra-Tipp: Wellnessrezepte mit Birkenblätter gibt es im Buch “Die Wald-Apotheke”.

(c) Micha Brem

 

♦ BRENNNESSEL
(Urtica)
Die Triebspitzen der Brennnesseln kommen als Zutat in den in den grünen Smoothie oder werden wie „Spinat“ gedünstet. Eine Delikatesse ist der wilde Brennnessel-Kuchen (Quiche) mit Schafskäse oder die Brennnessel-Kartoffel-Suppe (siehe auch Genaueres unter Rezepte). Brennnesseln enthalten viel Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamin C und Eisen.

(c) Birgit Matz

 

BROMBEERBLÄTTER/ERDBEERBLÄTTER
(Rubus sectio Rubus/Fragaria vesca)
Junge Triebe von Brombeere und Walderdbeere getrocknet als Grundlage für eine eigene Hausteemischung.

 

♦ BRUNNENKRESSE
(Nasturtium officinale)
In klaren Gewässern sind nun schöne Bestände herangewachsen. Die zarten Blätter und Triebspitzen schmecken im Salat, Kräuterquark oder auf dem Brot.

Brunnenkresse

(c) Birgit Matz


♦ DOST, GEWÖHNLICHER

(Origanum vulgare)
Das klassische Pizza- und Tomatengewürz passt auch als aromatische Beigabe zu Salaten, Gemüse, Saucen, Antipasti, Nudeln und Reis. Getrocknete Blätter (und demnächst) Blüten bereichern die Hausteemischung und ergeben, vor allem aufgrund des „Thymol-Gehaltes“, einen wohltuenden Tee bei Husten und Halsbeschwerden.

dost

(c) Birgit Matz

 

♦ EICHE
(Quercus robur und Quercus petraea)
Jetzt ist die ideale Zeit, um Eichenrinde von jungen (bis etwa 5 Jahre alte Triebe) zu ernten. Diese Rinde steckt voller Gerbstoffe welche man bei diversen Hautleiden für heilende Bäder und Umschläge nutzen kann. Achtung: Nicht zum Verzehr geeignet! Vertiefendes zum Eichrindensud finden Sie auch in dem Buch “Die Wald-Apotheke”.

Eiche

 

♦ FICHTE
(Picea abies)
Die jungen Triebe der Fichte können noch bis Anfang/Mitte Juni in Mittelgebirgslagen gesammelt und dann getrocknet und fein gemahlen als Gewürz verwendet werden. Ein Fichtennadelsalz gewinnt man mit dem Hinzufügen von Steinsalz und getrocknete Zitronenschale. Für die Fichtenbutter werden frische Triebe fein geschnitten und dann mit weicher Butter, Salz und Zitronenabrieb vermischt (siehe auch das Rezept im Buch „Die Wald-Apotheke“, Seite 103).

fichtenspitzen

(c) Birgit Matz

 

♦ FRANZOSENKRAUT (Kleinblütiges Knopfkraut)
(Galinsoga parviflora)
Das Kraut der froschgrünen Pflanzen mit ihren behaarten Blättchen und den kleinen Korbblüten (goldgelber „Knopf“ mit weißen Blütenblättern) ist besonders reich an Eisen. Kraut und Blüten schmecken im Salat, als Pesto oder als Gemüse. Franzosenkraut gedeiht oft auf Gemüse-, Mais- und Kartoffelbeeten.

(c) Birgit Matz

 

♦ GÄNSEBLÜMCHEN
(Bellis perennis)
Die nussig schmeckenden Blüten sind essbare Dekoration oder Zutat im Salat. Aus den Blütenknospen können „Kapern“ eingelegt werden. Aus den Blattrosetten wird ein Salat gemacht.

Gänseblümchen

(c) Birgit Matz

 

♦ GÄNSEDISTELN
Raue Gänsedistel (Sonchus asper)
Acker-Gänsedistel (Sonchus arvensis)
Diese Gemüsedisteln sind gedünstet aufgrund der angenehm leichten Bitternote ein besonderer Genuss! Man verwendet nur die zarten Triebspitzen inklusive Blütenknospen und der gerade eben aufgeblühter Blüten. Die bereits verblühten Blütenstände sollten aussortiert werden, da diese von strohiger Konsistenz sind. Junge Blätter kommen frisch und roh als Zutat in den Salat, ins Gemüse oder in den Grünen Smoothie. Ältere Blätter werden wie Spinat gedünstet. Die Knopsen können wie Kapern in Essig eingelegt werden und ergeben so ein leckeres Antipasti. Die aufgeblühten Blüten sind eine essbare Dekoration. Eine Spezialität ist auch der Gänsedistel-“Cannelloni“-Auflauf aus den dicken Stängeln größerer Exemplare.

(c) Birgit Matz

 

♦ GIERSCH
(Aegopodium podagraria)
Hochsaison beim Giersch! Die Blätter schmecken nun einzigartig zart und würzig nach Sellerie und Petersilie. Als Beimischung im Salat und als „Spinat“-Gemüse ein Genuss! Besonders ist der Basensaft zu empfehlen. Auch die Blüten sind essbar.

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(c) Birgit Matz

 

♦ GUNDERMANN
(Glechoma hederacea)
Triebe mit Blättchen sind eine aromatische Gewürzzutat in Saucen, Dips und Salaten und schmecken als Zutat im Wildkräuter-Wasser. Ähnlich der Goldnessel überwintert diese immergrüne Pflanze auch mit ihren Ranken, welche sich schnell wieder neu bewurzeln und ganze Teppichpolster bilden können. Die dunkelgrünen Blätter können darum den ganzen Winter hindurch gesammelt werden. Der relativ hohe Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen macht sie in kleinen Mengen auch zu einer idealen Zugabe zu Süßspeisen in der Verwendung als süßes Pesto. Pur und als alleinige Zutat schmecken diese jedoch zu intensiv.

(c) Micha Brem

 

♦ HIRTENTÄSCHEL, Gewöhnliches
(Capsella bursa-pastoris)
Hirtentäschel ist ein weit verbreitetes Ackerbeikraut und ist oft auf frisch umgesetzten Gartenbeeten oder auf Brach- und Ödland zu finden. Es schmeckt wie Rucola – was vor allem an den scharf schmeckenden Senfglykosiden liegt. Diese schmecken würzig-scharf und machen sich sehr gut in einem Dip, als Salatzugabe oder als essbare Dekoration.

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(c) Wikimedia.com

 

♦ JOHANNISBEERE, SCHWARZE
(Ribes nigrum)
Die Blätter als Aroma-Zusatz für Tees können jetzt gesammelt und dann gedörrt werden. In Kürze werden die gesunden, tiefschwarzen Früchte reif.

Johannisbeere Blätter

(c) Birgit Matz

 

♦ KLEINE TAUBNESSEL
(Lamium purpureum)
Man findet das violette Blümchen oft als Begleitkraut in Feldsalatbeeten oder Rabatten. Die Triebspitzen der kleinen Taubnessel sind meist violett-grünlich gefärbt. Nicht jeder mag den erdigen Geschmack, daher ist sie ideal als Zugabe im Salat, aber nicht als Hauptzutat.

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(c) Birgit Matz

 

♦  KOHLDISTEL (Sumpf-Kohldistel)
(Cirsium oleraceum)
Blätter, Triebspitzen, Blüten im Grünen Smoothie oder gedünstet als „Spinat“-Gemüse.

(c) Birgit Matz

 

♦ LABKRAUT (KLETTEN-)
(Galium aparine)
Die klebrigen Blätter eignen sich weniger für einen Salat, aber umso mehr für einen Smoothie oder einen köstlich, grünen Saft, der schonend in einer Saftpresse zusammen mit einem Apfel und etwas Zitrone zubereitet wird. Die Blätter können auch gekocht als Zutat für ein wildes Gemüse verwendet werden.

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Klettenlabkraut

(c) Birgit Matz

 

♦ LABKRAUT (WIESEN-)
(Galium mollugo)
Die Pflanze wächst als mehrjährige Staude und überwintert mit kurzen dunkelgrünen Trieben, an welchen die quirlständigen Blättchen dichtgedrängt stehen. Man erntet nun die Triebspitzen und verwendet diese als Zutat im Salat, als essbare Dekoration oder im Smoothie.

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(c) Birgit Matz

 

♦ LÖWENZAHN
(Taraxacum)
Die Blätter sind (immer noch) eine gesunde Zutat im Salat oder für Pesto. Die Bitterstoffe machen den Löwenzahn zu einem klassischen „Entgiftungskraut“.

(c) Birgit Matz

 

♦ MELDE/WEISSER GÄNSEFUSS
(Chenopodium album)
Der Wilde Spinat mit extra viel Vitamin C! Junge Blätter kommen als Zutat in den Mischsalat oder ergeben einen „Spinat-Salat“. Blätter und Triebspitzen werden wie Gemüsespinat zubereitet. Auch als Belag auf Pizzen oder Quiches sowie für Aufläufe sind die Blätter zu verwenden. Für einen Frischpresssaft können mit einem geeigneten Gerät Stängel, Blätter, Blüten und Triebe ausgepresst werden; dazu kommen zur Abrundung Möhre, Apfel und Zitrone. Je nach Standort und Witterung kann der Geschmack von sehr mild bis würzig oder sogar recht bitter sein.

 

Melde gesammelt

(c) Birgit Matz

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(c) Birgit Matz

 

♦ PERSISCHER EHRENPREIS
(Veronica persica)
In der Nachbarschaft der Vogelmiere ist auf humosen Gartenbeeten, dem Kompost oder am Wegrand der Persische Ehrenpreis mit seinen leuchtend hellblauen Blütchen meist nicht weit weg. Auch hier kann man nun die Triebspitzen ernten und als Salatzutat genießen.

persischer ehrenpreis

(c) Birgit Matz

 

♦ RAINKOHL
(Lapsana Communis)
Rainkohl regt den Stoffwechsel an und fördert die Verdauung und hat einen würzigen und leicht bitteren, herben Geschmack. Die jungen Blätter der Grundrosette im Frühling für ein Pesto, in den Grünen Smoothie oder als Zutat in den Salat. Triebspitzen und Sprossen sowie Knopsen und Blüten ebenso roh in den Salat oder im Smoothie. Ältere Blätter können gekocht in einem Mischgemüse oder für eine Suppe verarbeitet werden.

Rainkohl im Juni

 

♦ ROTER WIESEN-KLEE
(Trifolium pratense)
Die Kleeblüte hat begonnen! Junge Triebspitzen sowie Blüten als Gemüse, gezupfte Blüten als Beimischung im Salat und als essbare Dekoration. Hinweis: Roter Klee enthält Phyto-Östrogene. Diese Pflanze ist daher vor allem für Frauen geeignet, Männer sollten sich dagegen etwas zurückhalten.

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(c) Birgit Matz


♦ SCHAFGARBE (WIESEN-)

(Achillea millefolium)
Ihre wertvollen Bitterstoffe regen die Entgiftung an! Die Blätter und auch die Blüten kommen als Zugabe in den Mischsalat oder werden als Tee (frisch oder getrocknet) getrunken. Sie überwintert ja mit zarten, dunkelgrünen Blättern, welche dank ihrer schmalen und länglichen Form sowie der Feingliedrigkeit auch als “Augenbrauen” bezeichnet werden. Die Schafgarbe ist eine altbewährte Heilpflanze und wird zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung eingesetzt. Die Wirkung ist wohl auf ihren Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen.

(c) Birgit Matz

 

♦ SCHMALBLÄTTRIGES WEIDENRÖSCHEN
(Epilobium angustifolium)
Die Blüten als essbare Dekoration oder als Teezutat verwenden. Der Tee erinnert geschmacklich an Grünen Tee!

schmalblättriges weidenroeschen

(c) Pixabay

 

♦ SPITZWEGERICH/BREITWEGERICH
(Plantago lanceolata)/(Plantago major)
Blätter kommen in den Salat oder in den Smoothie oder als Beigabe zu einem Gemüsegericht. Spitzwegerich auch getrocknet als Hustentee (zum Trocknen und als Vorrat). Die jungen Knospen werden als “Pilzgericht” zubereitet – gedünstet in der Pfanne.

Spitzwegerich

(c) Birgit Matz

Breitwegerich

(c) Birgit Matz

(c) Birgit Matz

 

♦ TAUBNESSELN
Weiße Taubnessel
(Lamium album)
Gefleckte Taubnessel
(Lamium maculatum =Violett blühende)
Blätter und junge Triebe kommen als Zutat in den Salat, werden wie Spinat gedünstet oder bereichern die Gemüsesuppe. Auch Aufläufe, salzige Kuchen oder „Lasagne“ werden mit den Blättern zubreitet. Außerdem sind sie eine gute Zutat für den Grünen Smoothie. Die Blüten sind eine essbare Dekoration für Süßspeisen oder dienen als Grundlage für einen Sirup. Frische oder getrocknete Blüten können als Tee aufgegossen werden.

weiße taubnessel

(c) Birgit Matz

 

♦ VOGELMIERE
(Stellaria media)
Die Vogelmiere war schon den ganzen Winter über ein treuer Begleiter und treibt nun schon wieder neue, saftige Triebe aus. Diese schmecken wunderbar mild nach Erbsen und ergeben einen schmackhaften Salat oder kommen in den Grünen Smoothie. Kleingeschnitten schmecken sie im Kräuterquark oder als deftiger Brotaufstrich. Als Zutat in die Gemüsesuppe oder wie Spinat gekocht. Eine Handvoll frischer Triebspitzen als Teeaufguss regt die Nieren an.

Vogelmiere

(c) Birgit Matz

 

♦ WALD-ENGELWURZ
(Angelica sylvestris)
Junge Blätter und Triebe eigenen sich als würzende Zutat in Salate, Suppen und Eintöpfe. Junge Blattstiele als kandiertes Naschwerk. Getrocknet sind Blätter und Triebe eine schmackhafte Zutat in Würzmischungen.

 

WALD-ZIEST
(Stachys sylvatica)
Das Wald-Gemüse mit Pilzgeschmack wird mit jungen Blättern als Blattgemüse oder Suppeneinlage zubereitet.

Waldziest-

(c) Birgit Matz

 

♦ WEGWARTE
(Cichorium intybus)
Junge Blätter kleingeschnitten als würzende Zutat in Salat, Kräuterquark oder Mischgemüse. Die Blüten als essbare Dekoration, getrocknet als Tee-Zutat.

♦ WIESEN-KNÖTERICH
(Bistota officinalis)
Blätter und junge Triebe als Spinatgemüse zubereiten, die walzenförmigen, rosa Blüten als essbare Dekoration.

Wiesen-Knöterich

(c) Birgit Matz

 

♦ WILDE MÖHRE
(Daucus carota)
Die Blätter und Stängel der Wilden Möhre riechen deutlich nach „Möhre“ und schmecken petersilienartig. Junge Blätter und Blüten schmecken im Salat, in Smoothies, Frischpflanzensäften oder als Gemüsezutat. Die Blüten können in Teig ausgebacken werden.
Um eine Verwechslungsgefahr mit andern, leider giftigen Doldenblütengewächse zu vermeiden: Wichtigstes Kennzeichen: Unter dem Blütenstand steht ein Kranz fein verzweigter Blättchen, bei anderen Doldenblütlern fehlt dieser. Kennzeichen Blüte der wilden Möhre: In dem bereits aufgeblühten Blütenstand ist meist (nicht immer) ein dunkler Punkt zu erkennen. Verblühende Blütenstände und solche die bereits Samen tragen, weisen eine Trichterform auf, sind also nicht flach oder kugelig wie bei anderen Doldenblütlern. An Pflanzen bei denen die erste, mittige Blüte schon in diesem Entwicklungsstadium angekommen ist, kann man die zarten, noch nicht erblühten Blütenknospen der Seitentriebe als Gemüse- oder Salatzutat ernten.

(c) Birgit Matz

(c) Birgit Matz

 

♦ WIESEN-BÄRENKLAU
(Heracleum sphondylium)
Blätter kommen als Zutat in den Salat oder Grünen Smoothie oder werden als Mischgemüse wie ein Spinatgericht gedünstet (zum Beispiel zusammen mit Giersch und Brennnessel). Junge Blätter und Stängel können auch leicht gedämpft und in Zitronensaft und Olivenöl mariniert werden – eine Delikatesse! Die Blattstängel werden pur als Rohkost oder Fingerfood mit Dip gegessen – oder ganz asiatisch im Wok gegart.

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(c) Birgit Haas

(c) Birgit Matz

 

WIESEN-SALBEI
(Salvia pratensis)
Kleingeschnittene Blätter sind eine würzige Beigabe zum Salat, für Pestos, für Aufstriche oder in den Kräuterquark. Getrocknete Blätter sind für die Hausteemischung oder eine Kräutersalzmischung sowie als Grundlage für ein Gurgelwasser in der Erkältungszeit. Später: Frische Blüten in Weißwein eingelegt ergeben einen mild-würzigen Salbeiwein. Auch in Essig eingelegt, entfaltet sich das typische Aroma. Frische Blüten sind auch eine erfrischende essbare Dekoration für Salate oder Desserts.

(c) Birgit Matz

(c) Dirk Wilhelmy

 

♦ WASSERLINSE, Kleine
(Lemna minor)
Roh als Einlage in einer Gemüsesuppe oder einer Gazpacho, aufs Brot, in Dips oder als Beimischung in Salaten. Grundsätzlich als essbare Dekoration großzügig und vielseitig einsetzbar! Mit „echten“ Linsen zusammen wird ein leckeres indisches Linsengericht zubereitet.

 

♦ WIESEN-MARGERITE
(Leucanthemum vulgare)
Die jungen Blätter und Sprossen als Zutat in den Mischsalat. Gekocht oder gedünstet als Gemüsegericht. Später folgen die weißen Zungenblüten als essbare Dekoration für Salate, aufs Butterbrot oder über Desserts.

 

 

 

* Stand: 5 Juni 2018

Von Region zu Region unterscheidet sich “natürlicherweise” die Auswahl.

Eine Auswahl passender Rezepte gibt es kontinuierlich hier.

 

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