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Die “wilde” Sammelliste mit den aktuell essbaren Wildpflanzen in der freien Natur*

 

⇒ Die passenden Rezepte gibt es jahreszeitenentsprechend immer hier.

♦ AKTUELLES:
Die nun schon über Monate länger anhaltende Trockenheit und Dürre, besonders im Nordosten von Deutschland, ist purer Stress für Pflanzen, Böden und Tiere – und natürlich auch für uns Menschen. Früchte gehen in die Notreife oder(ver-) trocknen am Baum oder Strauch. Das grüne Sommergemüse und die Immergrünen leiden ebenso unter der Hitze und trocknen an vielen Stellen einfach aus. Je nach Region gibt es also mehr oder weniger Grünes zum Sammeln. Viele der Pionierpflanzen blühen in diesem Jahr dagegen so richtig auf! Und es gibt viele Früchte …


BLÜTENDUFT EINFANGEN

♦ INDISCHES SPRINGKRAUT
(Impatiens glandulifera)
Die duftenden Blüten für Kaltwasserauszüge zur Herstellung von Sirup, Limonaden, Gelee. Die Blüten als essbare Dekoration nur in kleinen Mengen nutzen. Erst im August sind die Samen zu ernten.

(c) Birgit Matz

 

♦  MÄDESÜSS
(Filipendula ulmaria)
NUR NOCH NACHZÜGLER ZU SAMMELN: Mädesüß-Blüten, um die kräftigen, silbrig-grünen Blätter für die Herstellung von Tee zu Sammeln! Getrocknet als Tee-Zutat, als Kaltwasserauszug ideal zur Herstellung von Sirup, Limonaden, Gelee.

(c) Micha Brem

 

(c) Micha Brem

 

 

ESSBARE BLÜTEN AUS DEM GARTEN ODER VOM FELDRAND

 

♦ GOLDRUTE, KANADISCHE
(Solidago canadensis)
Die kleinen, gelben Korbblütenstände eignen sich als Salatzutat. Frisch aufgebrüht lässt sich aus den Blüten ein köstlicher Tee zubereiten.

(c) Pixabay

 

♦ MALVEN
Wilde Malve (Malva sylvestris) & Weg-Malve (Malva neglecta)
Die Blüten weisen einen hohen Gehalt an Schleimstoffen auf. Die Blüten beider Arten sind eine essbare Dekoration.

Malvenblüte

(c) Birgit Matz

 

♦ NACHTKERZE
(Oenothera biennis)
Blüten und Blütenknospen schmecken sehr mild. Als Essbare Dekoration für Salate oder Desserts. Knospen als wie „kapern“ einmachen und als Anti-Pasti essen.

 

♦ SCHAFGARBE (WIESEN-)
(Achillea millefolium)
Die Blüten sind eine köstliche Bereicherung im Salat sowie eine wertvolle Zutat im Grünen Smoothie sowie in einer Kräuterbutter.

(c) Birgit Matz

 

♦ SCHMALBLÄTTRIGES WEIDENRÖSCHEN
(Epilobium angustifolium)
Die Blüten als essbare Dekoration oder als Teezutat verwenden. Der Tee erinnert geschmacklich an Grünen Tee!

schmalblättriges weidenroeschen

(c) Pixabay

 

♦ STEINKLEE, Gelber
(Melilotus officinalis)
Frisch und roh passt Steinklee als Zutat zum Salat oder gemischt in den Kräuteraufstrich. Die getrockneten Blätter und Blüten sind ein aromatisches Gewürz für alle Arten von Desserts sowie von Limonade, Likör oder Tee. Die Blüten duften nach Honig (und die Bienen lieben sie!), die frischen Blätter schmecken dagegen scharf und bitter. Beim Trocknen von Steinklee wird Cumarin (ein aromatischer, sekundärer Pflanzenstoff) freigesetzt. Dieser Duft erinnert an Waldmeister und Heu.

(c) Pixabay

Steinkleesahne mit Erdbeeren (c) Micha Brem

 

♦ WEGWARTE, Gewöhnliche
(Cichorium intybus)
Die Blüten als essbare Dekoration, getrocknet als Tee-Zutat. Die himmelblauen Blütenköpfe setzen sich aus 5-zipfeligen Zungenblüten zusammen.

(c) Pixabay

 

SOMMERLICHE (WILD)FRÜCHTE

 

♦ ARONIA
(Aronia Melanocarpa)
Die Saison beginnt nun! Die Beeren eignen sich zur Herstellung von Smoothies, Fruchtsaucen, Aufstrichen, Kompott und Kuchen. Als tägliches Stärkungsmittel dienen Aroniasaft und -pulver. Der Saft kann kochend heiß in sterile Flaschen abgefüllt werden, da die Antioxidantien nicht hitzeempfindlich sind. Der Trester aus der Saftgewinnung wird im Dörrgerät getrocknet und als Pulver im Müsli oder als Smoothie-Zutat genossen.

(c) Birgit Matz

 

♦ BROMBEEREN
(Rubus sectio Rubus)
Am Waldrand, Hecken und Feldgehölzen – die allerersten Beeren werden nun nach und nach reif. Die rohen Beeren frisch gesammelt und gegessen sind wohl der beste und reinste Genuss. Zu Fruchtaufstrichen, Marmeladen, Quarkspeisen, Pfannkuchen, Hirseaufläufen oder Kuchen verarbeitet, lassen sich aus den Beeren vielerlei Köstlichkeiten zubereiten. Aus den getrockneten Beeren und den Blättern wird ein Tee bereitet oder sie als Zutat einer Hausteemischung zugefügt

(c) Birgit Matz

 

♦ GOJIBEERE (Bocksdorn)
Die Beeren reifen von August bis in den Spätherbst hinein. Vorsichtig ernten, da ihre Haut sehr dünn ist. Am besten die Beeren sofort trocknen für den Wintervorrat, denn sie sind frisch nicht lange lagerfähig. Sie sind lecker für Smoothies, Reis auf asiatische Art oder als warmes Hirse-Dessert. Oder einfach ins Müsli.

(c) Micha Brem, Hädecke-Verlag

 

♦ HAGEBUTTEN DER HECKENROSE/KARTOFFELROSE
(Rosa canina und Rosa rugosa)
Die dicken und fleischigen Hagebuttenfrüchten der Kartoffelrose (typisch für die Friesengärten an der Nordsee) werden bald reif!Die ansonsten stärker verbreitete Heckenrose (Rosa canina) wird erst in ca. 2 Wochen richtig reif. Nun kannHagebuttenmark als Vitamin-Vorrat für den Winter eingemacht werden!

(c) Birgit Matz/Rosa rugosa

 

♦ HIMBEERE
(Rubus idaeus)
Roh und frisch in Fruchtsalate, Müsli, Smoothie oder Joghurt, als Sorbet oder Kuchenbelag. Verarbeitet als Fruchtaufstrich, Marmelade, Gelee, Saft, Sirup, Essig und Likör. Getrocknete Beeren geeignet als Wintervorrat für Müsli oder Smoothie. Getrocknete Blätter als eine der Hauptzutaten von Hausteemischungen.

(c) Micha Brem

 

♦ HEIDELBEERE
(Vaccinium myrtillus)
In den Mittelgebirgen mit von Natur aus saurem Boden sind diese noch zu finden (Schwarzwald, Bayerischer Wald, Taunus, Harz, Erzgebirge). Roh mit Zitronensaft und etwas Birnendicksaft angemacht ein Hochgenuss. Ebenso im Müsli, Joghurt, Smoothie oder Fruchtsalat. Als Fruchtsauce zu Pfannkuchen oder als Sorbet. Für den Wintervorrat die Beeren dörren oder als Marmelade, Saft oder Fruchtwein konservieren.

(c) Pixabay

 

♦ KIRSCHPFLAUME
(Prunus cerasifera)
Kirschpflaumen als Bäumchen oder Büsche wurzeln tief und können auf noch vorhandenes Wasser in tieferen Schichten zugreifen. Roh und frisch vom Strauch schmecken die Kirschpflaumen am besten. In der Küche lässt sich ein rohköstliches Mus zusammen mit getrockneten Datteln und Aprikosen sowie Rote Beete zubereiten. Aus dem gewonnenen Saft kann ein Fruchtleder hergestellt werden (Saft wird auf ein Schubfach des Dörrgeräts verteilt und ausreichend getrocknet; danach zu Röllchen aufgerollt und ggf. in Rohrzucker gewälzt). Gekochtes Kompott mit Zimt- und Nelkenpulver oder Rote Grütze mit rotem Johannisbeersaft sind die Klassiker. Kuchen und Gebäck gehören natürlich auch dazu. Lecker ist auch ein Kirschpflaumen-Crumble mit Dinkelvollkornmehl und Mandeln. Ein Klecks (vegane) Sahne oder Vanilleeis obendrauf – ein Genuss.

(c) Birgit Matz

 

(c) Birgit Matz

 

♦ KORNELKIRSCHE
(Cornus mas)
Ab ca. Mitte/Ende August beginnt in diesem Jahr die Saison. Frisch und roh vom Strauch ist die Kornelkirsche ein besonderes Geschmackserlebnis. Als Fruchtmus (im Ganzen gekocht, danach passiert), kann sie zu Fruchtaufstrichen verarbeitet werden. Eine Delikatesse sind „falsche Oliven“. Dafür werden die Früchte schon Ende August gesammelt, kurz blanchiert und in gesättigte Salzlake eingelegt

(c) Birgit Matz


♦ WALD-ERDBEERE

(Fragaria vesca)
Die einheimische Urform der Erdbeere schmeckt besonders aromatisch. An sonnigen Waldrändern und an lichten Stellen im Wald leuchten nun die kleinen, süßen Früchtchen und verlocken zu einem besonderen Genuss.

Walderdbeere

(c) Pixabay

 

 

DIE GRÜNEN WILDEN

 

♦ ACKERHELLERKRAUT
(Thlaspi arvene)
Junge Blätter und Triebspitzen als Zutat in Salat, für Kräuterquark, Aufstriche und Pesto. Oder als pikante Würze in Rührei oder Omelette. Knospige Blütenstände schmecken fast wie Brokkoli und können in Öl gedünstet und mit Zitronensaft und Tamarisauce als Gemüse gegessen werden. Blüten als essbare Dekoration.

ackerhellerkraut

(c) Birgit Matz

 

♦ BACHBUNGE
(Veronica beccabunga)
Blätter und Triebspitzen kommen als Zutat in den Mischsalat oder werden als Aufstrich oder Dip weiterverarbeitet.

Bachbunge

(c) Birgit Matz

 

♦ BEIFUSS
(Artemisia vulgaris)
Die Knopsen und Blüten eignen sich für Likör oder Kräuterwein. Getrocknet kann der Beifuß als verdauungsfördernder Tee oder zur Räucherung verwendet werden.

(c) Birgit Matz

 

♦ BRENNNESSEL
(Urtica)
So langsam beginnt die Saison mit den wertvollen Samen!
Getrocknet sind diese ein idealer Vorrat für den Winter. Pesto aus Brennnessel-Samen ist eine urgesunde Delikatesse. Somit jetzt nur noch die oberen Triebspitzen (ca. 5 cm) der Brennnesseln sammeln, auch gerne mit den Blüten. Diese kommen als Zutat in den in den grünen Smoothie oder werden wie „Spinat“ gedünstet. Eine Delikatesse ist der wilde Brennnessel-Kuchen (Quiche) mit Schafskäse oder die Brennnessel-Kartoffel-Suppe (siehe auch Genaueres unter Rezepte). Brennnesseln enthalten viel Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamin C und Eisen.
In sehr trockenen Gebieten kann es allerdings sein, dass aufgrund der lang anhaltenden Dürre die Samen vertrocknet sind.

(c) Birgit Matz

 

♦ BRUNNENKRESSE
(Nasturtium officinale)
In klaren Gewässern sind nun schöne Bestände herangewachsen. Die zarten Blätter und Triebspitzen schmecken im Salat, Kräuterquark oder auf dem Brot.

Brunnenkresse

(c) Birgit Matz


♦ DOST, GEWÖHNLICHER

(Origanum vulgare)
Das klassische Pizza- und Tomatengewürz passt auch als aromatische Beigabe zu Salaten, Gemüse, Saucen, Antipasti, Nudeln und Reis. Getrocknete Blätter und nun auch die Blüten bereichern die Hausteemischung und ergeben, vor allem aufgrund des „Thymol-Gehaltes“, einen wohltuenden Tee bei Husten und Halsbeschwerden.

(c) Birgit Matz

 

♦ FRANZOSENKRAUT (Kleinblütiges Knopfkraut)
(Galinsoga parviflora)
Das Kraut der froschgrünen Pflanzen mit ihren behaarten Blättchen und den kleinen Korbblüten (goldgelber „Knopf“ mit weißen Blütenblättern) ist besonders reich an Eisen. Kraut und Blüten schmecken im Salat, als Pesto oder als Gemüse. Franzosenkraut gedeiht oft auf Gemüse-, Mais- und Kartoffelbeeten.

(c) Birgit Matz

 

♦ GÄNSEBLÜMCHEN
(Bellis perennis)
Die nussig schmeckenden Blüten sind essbare Dekoration oder Zutat im Salat. Aus den Blütenknospen können „Kapern“ eingelegt werden. Aus den Blattrosetten wird ein Salat gemacht.

Gänseblümchen

(c) Birgit Matz

 

♦ GÄNSEDISTELN
Raue Gänsedistel (Sonchus asper)
Acker-Gänsedistel (Sonchus arvensis)
Diese Gemüsedisteln sind gedünstet aufgrund der angenehm leichten Bitternote ein besonderer Genuss! Man verwendet nur die zarten Triebspitzen inklusive Blütenknospen und der gerade eben aufgeblühter Blüten. Die bereits verblühten Blütenstände sollten aussortiert werden, da diese von strohiger Konsistenz sind. Junge Blätter kommen frisch und roh als Zutat in den Salat, ins Gemüse oder in den Grünen Smoothie. Ältere Blätter werden wie Spinat gedünstet. Die Knopsen können wie Kapern in Essig eingelegt werden und ergeben so ein leckeres Antipasti. Die aufgeblühten Blüten sind eine essbare Dekoration. Eine Spezialität ist auch der Gänsedistel-“Cannelloni“-Auflauf aus den dicken Stängeln größerer Exemplare.

(c) Birgit Matz

 

♦ GIERSCH
(Aegopodium podagraria)
Zur Pflege der Gierschbestände ist nun eine Mahd mit der Sense oder einer Sichel angebracht. Allerdings wachsen zarte grüne Gemüseblättchen nur bei ausreichender Wasserversorgung nach. Unter Umständen ist also ein Wässern der Giersch-Gemüsebeete erforderlich. Nun sind die oberen Blätter und die Blüten als Beimischung im Salat und als „Spinat“-Gemüse ein Genuss!

giersch

(c) Birgit Matz

 

♦ GROSSE KLETTE
(Articum lappa)
Die Stängel der Blütentriebe haben ein Mark, schmecken wie Artischocken und können geschält wie ein Spargelgericht gekocht werden. Geschlossene Blütenköpfchen werden genauso wie Artischocken zubereitet. Die Früchte/Samen sind ölhaltig und können mit einer geeigneten Presse als Speiseöl verwendet werden. Die Wurzeln können roh, gedünstet oder kandiert zubereitet werden. Getrocknet kommen die Wurzeln in die Hausteemischung. Auch aus jungen Blättern kann ein reinigender Tee zubereitet werden.

(c) Birgit Matz

 

♦ GUNDERMANN
(Glechoma hederacea)
Triebe mit Blättchen sind eine aromatische Gewürzzutat in Saucen, Dips und Salaten und schmecken als Zutat im Wildkräuter-Wasser. Ähnlich der Goldnessel überwintert diese immergrüne Pflanze auch mit ihren Ranken, welche sich schnell wieder neu bewurzeln und ganze Teppichpolster bilden können. Die dunkelgrünen Blätter können darum den ganzen Winter hindurch gesammelt werden. Der relativ hohe Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen macht sie in kleinen Mengen auch zu einer idealen Zugabe zu Süßspeisen in der Verwendung als süßes Pesto. Pur und als alleinige Zutat schmecken diese jedoch zu intensiv.

(c) Birgit Matz

 

♦ HIRTENTÄSCHEL, Gewöhnliches
(Capsella bursa-pastoris)
Hirtentäschel ist ein weit verbreitetes Ackerbeikraut und ist oft auf frisch umgesetzten Gartenbeeten oder auf Brach- und Ödland zu finden. Es schmeckt wie Rucola – was vor allem an den scharf schmeckenden Senfglykosiden liegt. Diese schmecken würzig-scharf und machen sich sehr gut in einem Dip, als Salatzugabe oder als essbare Dekoration.

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(c) Wikimedia.com

 

♦  KOHLDISTEL (Sumpf-Kohldistel)
(Cirsium oleraceum)
Blätter, Triebspitzen, Blüten im Grünen Smoothie oder gedünstet als „Spinat“-Gemüse.

(c) Birgit Matz

 

 

♦ LÖWENZAHN
(Taraxacum)
Die Blätter sind (immer noch) eine gesunde Zutat im Salat oder für Pesto. Die Bitterstoffe machen den Löwenzahn zu einem klassischen „Entgiftungskraut“.

(c) Birgit Matz

 

♦ MELDE/WEISSER GÄNSEFUSS
(Chenopodium album)
Der Wilde Spinat mit extra viel Vitamin C! Junge Blätter kommen als Zutat in den Mischsalat oder ergeben einen „Spinat-Salat“. Blätter und Triebspitzen werden wie Gemüsespinat zubereitet. Auch als Belag auf Pizzen oder Quiches sowie für Aufläufe sind die Blätter zu verwenden. Für einen Frischpresssaft können mit einem geeigneten Gerät Stängel, Blätter, Blüten und Triebe ausgepresst werden; dazu kommen zur Abrundung Möhre, Apfel und Zitrone. Je nach Standort und Witterung kann der Geschmack von sehr mild bis würzig oder sogar recht bitter sein.

 

Melde gesammelt

(c) Birgit Matz

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(c) Birgit Matz

 

♦ PERSISCHER EHRENPREIS
(Veronica persica)
In der Nachbarschaft der Vogelmiere ist auf humosen Gartenbeeten, dem Kompost oder am Wegrand der Persische Ehrenpreis mit seinen leuchtend hellblauen Blütchen meist nicht weit weg. Auch hier kann man nun die Triebspitzen ernten und als Salatzutat genießen.

persischer ehrenpreis

(c) Birgit Matz

 

♦ ROTER WIESEN-KLEE
(Trifolium pratense)
Die Kleeblüte hat begonnen! Junge Triebspitzen sowie Blüten als Gemüse, gezupfte Blüten als Beimischung im Salat und als essbare Dekoration. Hinweis: Roter Klee enthält Phyto-Östrogene. Diese Pflanze ist daher vor allem für Frauen geeignet, Männer sollten sich dagegen etwas zurückhalten.

(c) Birgit Matz


♦ SCHAFGARBE (WIESEN-)

(Achillea millefolium)
Ihre wertvollen Bitterstoffe regen die Entgiftung an! Die Blätter und auch die Blüten kommen als Zugabe in den Mischsalat oder werden als Tee (frisch oder getrocknet) getrunken. Sie überwintert ja mit zarten, dunkelgrünen Blättern, welche dank ihrer schmalen und länglichen Form sowie der Feingliedrigkeit auch als “Augenbrauen” bezeichnet werden. Die Schafgarbe ist eine altbewährte Heilpflanze und wird zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung eingesetzt. Die Wirkung ist wohl auf ihren Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen.

(c) Birgit Matz

 

♦ SPITZWEGERICH/BREITWEGERICH
(Plantago lanceolata)/(Plantago major)
Blätter kommen in den Salat oder in den Smoothie oder als Beigabe zu einem Gemüsegericht. Spitzwegerich auch getrocknet als Hustentee (zum Trocknen und als Vorrat). Die jungen Knospen werden als “Pilzgericht” zubereitet – gedünstet in der Pfanne. Aus den Samen wird eine Wegerich-Butter (ähnlich einer Erdnussbutter) hergestellt.

Spitzwegerich

(c) Birgit Matz

Breitwegerich

(c) Birgit Matz

(c) Birgit Matz

(c) Birgit Matz

 

♦ VOGELMIERE
(Stellaria media)
Die Vogelmiere war schon den ganzen Winter über ein treuer Begleiter und treibt nun schon wieder neue, saftige Triebe aus. Diese schmecken wunderbar mild nach Erbsen und ergeben einen schmackhaften Salat oder kommen in den Grünen Smoothie. Kleingeschnitten schmecken sie im Kräuterquark oder als deftiger Brotaufstrich. Als Zutat in die Gemüsesuppe oder wie Spinat gekocht. Eine Handvoll frischer Triebspitzen als Teeaufguss regt die Nieren an.

Vogelmiere

(c) Birgit Matz

 

♦ WALD-ENGELWURZ
(Angelica sylvestris)
Blätter und Triebe eigenen sich als würzende Zutat in Salate, Suppen und Eintöpfe. Getrocknet sind Blätter und Triebe eine schmackhafte Zutat in Würzmischungen. Mitte August fängt die Blütensaison an.

(c) Birgit Matz

 

WALD-ZIEST
(Stachys sylvatica)
Das Wald-Gemüse mit Pilzgeschmack wird mit jungen Blättern als Blattgemüse oder Suppeneinlage zubereitet.

Waldziest-

(c) Birgit Matz

 

♦ WEGWARTE
(Cichorium intybus)
Junge Blätter kleingeschnitten als würzende Zutat in Salat, Kräuterquark oder Mischgemüse. Die Blüten als essbare Dekoration, getrocknet als Tee-Zutat.

(c) Pixabay

 

♦ WILDE MÖHRE
(Daucus carota)
Die Blätter und Stängel der Wilden Möhre riechen deutlich nach „Möhre“ und schmecken petersilienartig. Junge Blätter und Blüten schmecken im Salat, in Smoothies, Frischpflanzensäften oder als Gemüsezutat. Die Blüten können in Teig ausgebacken werden.
Um eine Verwechslungsgefahr mit andern, leider giftigen Doldenblütengewächse zu vermeiden: Wichtigstes Kennzeichen: Unter dem Blütenstand steht ein Kranz fein verzweigter Blättchen, bei anderen Doldenblütlern fehlt dieser. Kennzeichen Blüte der wilden Möhre: In dem bereits aufgeblühten Blütenstand ist meist (nicht immer) ein dunkler Punkt zu erkennen. Verblühende Blütenstände und solche die bereits Samen tragen, weisen eine Trichterform auf, sind also nicht flach oder kugelig wie bei anderen Doldenblütlern. An Pflanzen bei denen die erste, mittige Blüte schon in diesem Entwicklungsstadium angekommen ist, kann man die zarten, noch nicht erblühten Blütenknospen der Seitentriebe als Gemüse- oder Salatzutat ernten.

(c) Birgit Matz

(c) Birgit Matz

(c) Birgit Matz

 

♦ WIESEN-BÄRENKLAU
(Heracleum sphondylium)
Blütenknospen, Blüten, junge Blätter und Blattstängel als gedünstetes Gemüse, im Rührei oder auch roh im Salat. Blätter kommen als Zutat in den Salat oder Grünen Smoothie oder werden als Mischgemüse wie ein Spinatgericht gedünstet (zum Beispiel zusammen mit Giersch und Brennnessel). Junge Blätter und Stängel können auch leicht gedämpft und in Zitronensaft und Olivenöl mariniert werden – eine Delikatesse! Die Blattstängel werden pur als Rohkost oder Fingerfood mit Dip gegessen – oder ganz asiatisch im Wok gegart.

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(c) Birgit Haas

(c) Birgit Matz

(c) Birgit Matz

(c) Ute Mühlbauer

 

 

♦ WASSERLINSE, Kleine
(Lemna minor)
Roh als Einlage in einer Gemüsesuppe oder einer Gazpacho, aufs Brot, in Dips oder als Beimischung in Salaten. Grundsätzlich als essbare Dekoration großzügig und vielseitig einsetzbar! Mit „echten“ Linsen zusammen wird ein leckeres indisches Linsengericht zubereitet.

 

 

 

* Stand: 30. Juli 2018

Von Region zu Region unterscheidet sich “natürlicherweise” die Auswahl.

Eine Auswahl passender Rezepte gibt es kontinuierlich hier.

 

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