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Die „wilde“ Sammelliste mit den aktuell essbaren Wildpflanzen in der freien Natur*

 

⇒ Die passenden Rezepte gibt es jahreszeitenentsprechend immer hier.

 

♦ BACHBUNGE
(Veronica beccabunga)
Blätter und neue Triebspitzen kommen als Zutat in den Mischsalat oder werden als Aufstrich oder Dip weiterverarbeitet.

Bachbunge

(c) Birgit Matz


♦ BÄRLAUCH

(Allium Ursinum)

Die Blätter sind jetzt noch in allerbester Qualität verfügbar und werden roh als Zutat in Kräuterquark, Dips und Salaten genossen, zur Herstellung von Pesto geschätzt und geben Suppen und Gemüsegerichten sowie Pfannkuchen und Gebäck das unverwechselbare Aroma.Ungefähr Ende April erscheinen die ersten Bärlauchknospen. Schon nach kurzer Zeit entwickeln sich schließlich die doldigen Blüten, die im Mai für das „Weiße Pesto“ verarbeitet werden können. Der Geschmack ist im Vergleich zum Grünen Pesto etwas milder.
Ab jetzt besteht tatsächlich Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen (Blätter erscheinen aufgerollt, stehen nicht einzeln, sondern gebündelt in gemeinsamer Hülle) sowie Herbstzeitlose (längliche, dunkelgrüne Blätter bilden zusammen einen Kelch). Bärlauch wächst in lockeren, unregelmäßigeren Blattbüscheln.

 

bärlauch

(c) Birgit Matz

Bärlauch

(c) Birgit Matz


♦ BEHAARTES SCHAUMKRAUT

(Cardamine hirsuta)
Die Blattrosetten am Waldboden setzen sich aus zart gefiederten, länglichen Blättern zusammen. Diese schmecken herrlich, kressig-scharf, da sie, wie die gezüchtete Art auch, Senföle enthalten. Als Salat-Zugabe, essbare Dekoration und im Kräuterquark eine echte Frühlings-Delikatesse. Die scharfen Senföle schmecken nicht nur gut, sondern regen auch den Stoffwechsel an und fördern damit die Entgiftung.

Behaartes Schaumkraut

(c) Birgit Matz

 

BIRKE
(Betula pendula / Betula pubecens)
Die ersten jungen Birkenblätter kommen als Zutat in den Salat.

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♦ BRENNNESSEL
(Urtica)
Die Triebspitzen der Brennnesseln kommen als Zutat in den in den grünen Smoothie oder werden als „Spinat“ verwendet. Brennnesseln enthalten viel Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamin C und Eisen

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(c) Birgit Matz

 

BROMBEERBLÄTTER/ERDBEERBLÄTTER
(Rubus sectio Rubus/Fragaria vesca)
Junge Triebe getrocknet als Grundlage für eine eigene Hausteemischung.

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♦ BRUNNENKRESSE
(Nasturtium officinale)

In klaren Gewässern sind nun schon wieder schöne Bestände herangewachsen. Die zarten Blätter und Triebspitzen schmecken im Salat, Kräuterquark oder auf dem Brot.

Brunnenkresse

(c) Birgit Matz

 

BUCHENBLÄTTER/BUCHENKEIMLINGE
(Fagus sylvatica)
Aus den jungen Buchenblättern lässt sich ein Salat herstellen. Auch die jungen Keimlinge passen als Zutat in den Salat. Sie schmecken etwas säuerlich. Die Saison ist allerdings kurz – sobald die Blätter „erwachsen“ werden, d.h. dunkelgrün und von festerer Konsistenz sind, schmecken sie nicht mehr so gut.

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(c) Birgit Matz

 

♦ EICHE
(Quercus robur und Quercus petraea)
Jetzt ist die ideale Zeit, um Eichenrinde von jungen (bis etwa 5 Jahre alte Triebe) zu ernten. Diese Rinde steckt voller Gerbstoffe welche man bei diversen Hautleiden für heilende Bäder und Umschläge nutzen kann. Achtung: Nicht zum Verzehr geeignet! Vertiefendes zum Eichrindensud finden Sie auch in dem Buch „Die Wald-Apotheke“.

Eiche


♦ GÄNSEBLÜMCHEN

(Bellis perennis)
Die nussig schmeckenden Blüten sind essbare Dekoration oder Zutat im Salat. Aus den Blütenknospen können „Kapern“ eingelegt werden. Aus den Blattrosetten wird ein Salat gemacht.

gänseblümchen

(c) Birgit Matz

 

♦ GIERSCH
(Aegopodium podagraria)
Die ersten, kleinen, nur ca. 2 bis 3 cm langen Blättchen haben sich entfaltet. Sie schmecken nun einzigartig zart und würzig nach Sellerie und Petersilie. Als Beimischung im Salat sowie als essbare Dekoration sind sie ein Genuss! Besonders ist der Basensaft zu empfehlen.

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(c) Birgit Matz

 

♦ GUNDERMANN
(Glechoma hederacea)
Triebe mit Blättchen sind eine aromatische Gewürzzutat in Saucen, Dips und Salaten und schmecken als Zutat im Wildkräuter-Wasser. Ähnlich der Goldnessel überwintert diese immergrüne Pflanze auch mit ihren Ranken, welche sich schnell wieder neu bewurzeln und ganze Teppichpolster bilden können. Die dunkelgrünen Blätter können den ganzen Winter hindurch gesammelt werden. Der relativ hohe Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen macht sie in kleinen Mengen zu einer idealen Zugabe zu Smoothies oder Gewürzkraut an Salaten. Pur und als alleinige Zutat schmecken diese jedoch zu intensiv.

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(c) Pixabay

 

♦ HIRTENTÄSCHEL, Gewöhnliches
(Capsella bursa-pastoris)
Die Altpflanzen des Hirtentäschels treiben nun aus den Blattachseln und aus der bodenständigen Blattrosette heraus neue Triebe. Diese schmecken würzig-scharf und machen sich sehr gut in einem Dip, als Salatzugabe oder als essbare Dekoration.

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(c) Wikimedia.com

 

♦ HUFLATTICH
(Tussilago farfara)

Die puschelig-weichen, leuchtend gelben Blüten des Huflattichs sind jedes Jahr aufs Neue zuverlässige Frühlingsboten! Jetzt nur noch in Höhen über 1000 m zu finden. Im Tiefland gibt es jetzt junge Blätter, und auch diese enthalten die begehrten Schleimstoffe. Getrocknete Huflattichblüten und junge Blätter werden seit alters her volksmedizinisch als Tee gegen Reizhusten verwendet. Der hohe Gehalt an Schleimstoffen macht die Wirkung aus.

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(c) Birgit Matz


♦ JOHANNISBEERE, SCHWARZE
(Ribes nigrum)
Knospen als Aroma-Zusatz für Tees können jetzt gesammelt und dann gedörrt werden. Später dann junges Laub als Aroma-Zusatz für Tees. Diese können gesammelt und dann gedörrt werden.


♦ KLEINE TAUBNESSEL

(Lamium purpureum)
Man findet das violette Blümchen oft als Begleitkraut in winterlichen Feldsalatbeeten oder Rabatten. Die Triebspitzen der kleinen Taubnessel sind meist violett-grünlich gefärbt.Nicht jeder mag den erdigen Geschmack, daher ist sie ideal als Zugabe im Salat, aber nicht als Hauptzutat.

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(c) Birgit Matz


♦ KNOBLAUCHSRAUKE

(Alliaria petiolata)
Die runden und zarten, aromatischen Blätter sind einzeln gestielt und zeichnen sich durch den charakteristischen, gewellten Blattrand aus. Man findet sie jetzt in der Laubstreu an lichten Stellen oder am Rand von Laub- und Mischwäldern. Sie schmecken als Bereicherung im Salat, und wer viel davon findet, kann zusammen mit Walnüssen, Knoblauch, Salz und Pfeffer sowie Olivenöl ein köstliches Pesto oder zusammen mit Frischkäse ein Aufstrich daraus zubereiten.

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(c) Birgit Matz


♦ LABKRAUT (WIESEN-)

(Galium mollugo)
Die Pflanze wächst als mehrjährige Staude und überwintert mit kurzen dunkelgrünen Trieben, an welchen die quirlständigen Blättchen dichtgedrängt stehen. Man erntet nun neue Triebspitzen und verwendet diese als Zutat im Salat, als essbare Dekoration oder im Smoothie.

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(c) Birgit Matz

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(c) Birgit Matz

 

♦ LINDE – besonders Sommerlinde
(Tilia platyphyllos)
Die Knospen der Linden munden als Zutat in Salaten wunderbar, einfach einmal einen Esslöffel voll über den Salat streuen. Die ersten, jungen Blätter ergeben einen wunderbaren Salat. Und auch als Gemüse gekocht, schmecken diese lecker.

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♦ LÖWENZAHN
(Taraxacum)
Junge Blätter und Blütenknospen sind überaus gesunde Zutaten im Salat, an Pasta, für Pesto oder als essbare Dekoration. Die Knopsen- und Blütensaison hat zudem begonnen! Blütenknospen kann man als „Kapern“ einmachen; die Blüten werden zu Gemüsegerichte verarbeiten oder roh als essbare Dekoration verwendet. Die Bitterstoffe machen den Löwenzahn zu einem „Entgiftungskraut“ oder neudeutsch zu einer „Detox-Pflanze“.

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(c) Birgit Matz


♦ PERSISCHER EHRENPREIS
(Veronica persica)
In der Nachbarschaft der Vogelmiere ist auf humosen Gartenbeeten, dem Kompost oder am Wegrand der Persische Ehrenpreis mit seinen leuchtend hellblauen Blütchen meist nicht weit weg. Auch hier kann man nun die Triebspitzen ernten und als Salatzutat genießen.

persischer ehrenpreis

(c) Birgit Matz


♦ SCHAFGARBE (WIESEN-)

(Achillea millefolium)
Ihre wertvollen Bitterstoffe regen die Entgiftung an! Die Blätter als Zugabe in den Mischsalat. Sie überwintert mit zarten, dunkelgrünen Blättern, welche dank ihrer schmalen und länglichen Form sowie der Feingliedrigkeit auch als “Augenbrauen” bezeichnet werden. Die Schafgarbe ist eine altbewährte Heilpflanze und wird zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung eingesetzt. Die Wirkung ist wohl auf ihren Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen. Zarte Schafgarbenblätter sind eine köstliche Bereicherung im Salat sowie eine wertvolle Zutat im Grünen Smoothie.

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(c) Birgit Matz


♦ SCHARBOCKSKRAUT
(Ranunculus ficaria L.)
ACHTUNG! Die Saison des Scharbockskrautes ist zu Ende. Sobald sich die gelben Blüten zeigen, sollten die Pflanzen nicht mehr beerntet werden, da dann die Konzentration an giftigen Alkaloiden zunimmt.

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♦  SPITZAHORN
(Acer platanoides)
Die jungen Blütendolden schmecken süßlich; als Beimischung im Salat und zur Dekoration. Die Ahornkeimlinge kommen als Zutat in den Salat. Die ersten, jungen Blätter können als Salat angemacht werden.

Spitzahorn

 

♦ SPITZWEGERICH
(Plantago lanceolata)
Junge Blätter kommen in den Salat oder in den Smoothie; auch getrocknet als Hustentee (zum Trocknen und als Vorrat).

spitzwegerich

(c) Birgit Matz


♦ VOGELMIERE

(Stellaria media)
Die Vogelmiere war schon den ganzen Winter über ein treuer Begleiter und treibt nun schon wieder neue, saftige Triebe aus. Diese schmecken wunderbar mild nach Erbsen und ergeben einen schmackhaften Salat oder kommen in den Grünen Smoothie. Kleingeschnitten schmecken sie im Kräuterquark oder als deftiger Brotaufstrich. Als Zutat in die Gemüsesuppe oder wie Spinat gekocht. Eine Handvoll frischer Triebspitzen als Teeaufguss regt die Nieren an.

Vogelmiere

(c) Birgit Matz

 

♦ WIESEN-SCHAUMKRAUT
(Cardamine pratensis)
Hier werden die knackig-frischen, aufstrebenden Triebe gesammelt, die sich auf ihre baldige, blassviolette Blüte vorbereiten und nun scharf-würzig schmecken.

wiesenschaumkraut

(c) Birgit Matz

 

* Stand: 10. April 2018

Von Region zu Region unterscheidet sich „natürlicherweise“ die Auswahl.

Eine Auswahl passender Rezepte gibt es kontinuierlich hier.

 

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