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Die „wilde“ Sammelliste mit den aktuell essbaren Wildpflanzen in der freien Natur*

⇒ Die passenden Rezepte gibt es jahreszeitenentsprechend immer hier.

Die feinen Duftpflanzen

INDISCHES SPRINGKRAUT
(Impatiens glandulifera)
Die duftende Blüten für Kaltwasserauszüge zur Herstellung von Sirup, Limonaden, Gelee. Als essbare Dekoration nur in kleineren Mengen nutzen. Erst im August sind schließlich die Samen zu ernten.

Indisches Springkraut

(c) PIXABAY

LABKRAUT (ECHTES)
(Galium verum)
Die gelblich-grünen Blütenstände stehen auf mageren Wiesen in voller Blüte. Verwendung ebenso wie beim weiß blühenden Wiesen-Labkraut – siehe unten.

Echtes Labkraut

(c) Birgit Haas

Echtes Labkraut

(c) Birgit Matz

LABKRAUT (WIESEN-)
(Galium mollugo)
Man erntet Blätter, Triebspitzen und Blüten und verwendet diese als Zutat im Salat, als essbare Dekoration oder im Smoothie. Kaltwasserauszüge werden für die Herstellung von Sirup und Limonaden genutzt. Sahne oder Pudding können mit den Blüten aromatisiert werden. Diese werden einfach zuvor in die (Pflanzen-)Milch oder Sahne eingelegt, bevor es zur Weiterverarbeitung kommt.

Siehe auch das Video vom 5.7.2017!

Kletten-Labkraut

(c) Birgit Matz

 

MÄDESÜSS
(Filipendula ulmaria)
Nun ist Hochsaison bei der Blüte! Getrocknet als Tee-Zutat, als Kaltwasserauszug ideal zur Herstellung von Sirup, Limonaden, Gelee. Jetzt ist immer noch der ideale Zeitpunkt, um die kräftigen, silbrig-grünen Blätter für die Herstellung von Tee zu Sammeln.

Siehe auch das Video vom 5.7.2017!

Mädesüß

(c) Micha Brem

ROSEN(BLÜTEN)
Die Damaszener Duftrosen, alte englische Sorten aber auch die wilden Hundsrosen sowie die Kartoffelrosen können betörend riechen. Getrocknet als Schmuckdroge für Tees; Kaltwasserauszüge als Grundlage für Rosengelee. Spezialität: verzuckerte Rosenblütenblätter.

Heckenrose

(c) Birgit Matz

Heckenrose

(c) Birgit Matz

 

Essbare Blüten aus Garten und Feldrand

 

JOHANNISKRAUT, ECHTES
(Hypericum perforatum)
Für die „Rotöl-Herstellung“ werden Blüten und Blätter der Triebspitzen mit einem guten Olivenöl übergossen. Dann bleibt die Mischung 2 Wochen an einem hellen, warmen Ort stehen. Das Öl wird dann rotbraun. Für eine Tinktur zur innerlichen Einnahme werden vor allem die im Hochsommer gesammelten Blüten verwendet, denn der depressionslindernde rote Wirkstoff Hypericin ist vor allem in den Blüten enthalten. Für einen Johanniskraut-Tee werden ein bis zwei Teelöffel des Krautes auf eine Tasse wird mit kochendem Wasser übergossen und 5 bis 10 Minuten durchgezogen.

Johanniskraut

(c) PIXABAY

MALVEN
Wilde Malve
(Malva sylvestris)
Weg-Malve
(Malva neglecta)
Die Blüten weisen einen hohen Gehalt an Schleimstoffen auf. Die Blüten beider Arten sind eine essbare Dekoration. Aus den Blättern wird Spinat gekocht.

Malve

(c) Birgit Matz

NACHTKERZE
(Oenothera biennis)
Blüten und Blütenknospen schmecken mild. Als Essbare Dekoration für Salate oder Desserts. Knospen als wie „kapern“ einmachen und als Anti-Pasti essen.

Nachtkerze

(c) birgit Matz

STEINKLEE
(Melilotus officinalis)
Frisch und roh passt Steinklee als Zutat zum Salat oder gemischt in den Kräuteraufstrich. Die getrockneten Blätter und Blüten sind ein aromatisches Gewürz für alle Arten von Desserts sowie von Limonade, Likör oder Tee. Die Blüten duften nach Honig (und die Bienen lieben sie!), die frischen Blätter schmecken dagegen scharf und bitter. Beim Trocknen von Steinklee wird Cumarin (ein aromatischer, sekundärer Pflanzenstoff) freigesetzt. Dieser Duft erinnert an Waldmeister und Heu.

Steinklee

(c) Pixabay

TAGLILIE, GELBE
(Hemerocallis lilioasphodelus)
Die Blüten der scharf-würzigenTaglilien können als essbare Dekoration auf Salate, Dips oder auch auf Desserts verwendet werden.

Taglilie

(c) Birgit Matz

 

Sommerliche Wildfrüchte

 

BROMBEEREN
(Rubus sectio Rubus)
Am Waldrand, Hecken und Feldgehölzen – die allerersten Beeren werden nun nach und nach reif.

Brombeere

(c) Birgit Matz

FELSENBIRNE
(Amelanchier ovalis)
Die kleinen, süßen Früchte sind schon dunkelrot bis violett und schmecken als Rohkost direkt vom Busch besonders gut. Die Beeren lassen sich wie anderes Beerenobst auch zu vielerlei Produkten wie Marmelade und Desserts verarbeiten.

Felsenbirne

(c) Birgit Matz

HEIDELBEERE
(Vaccinium myrtillus)
In den Mittelgebirgen mit von Natur aus saurem Boden sind diese nun schon zu finden! (Schwarzwald, Bayerischer Wald, Taunus, Harz, Erzgebirge)

Heidelbeere

(c) PIXABAY

HIMBEERE
(Rubus idaeus)
Roh und frisch in Fruchtsalate, Müsli, Smoothie oder Joghurt, als Sorbet oder Kuchenbelag. Verarbeitet als Fruchtaufstrich, Marmelade, Gelee, Saft, Sirup, Essig und Likör. Getrocknete Beeren geeignet als Wintervorrat für Müsli oder Smoothie. Getrocknete Blätter als eine der Hauptzutaten von Hausteemischungen.

Himbeer-Gundermann

(c) Micha Brem

 

JOHANNISBEERE, ROTE UND SCHWARZE
(Ribes rubrum/Ribes nigrum)
Jetzt ist Beeren-Hochsaison! Aus den Beeren werden Marmelade, Gelee, Likör, Kuchen oder Desserts zubereitet.

Johannisbeerschichtdessert

(c) Birgit Matz

MAULBEERE
(Morus nigra, Morus alba, Morus rubra)
Als Parkbaum öfter anzutreffen: Weiße und schwarze Maulbeeren schmecken zuckersüß. Ideal zum Dörren, später als natürliches Süßungsmittel. Auch als Marmelade, Fruchtsoße, Dessert oder Rohverzehr.

Maulbeere

(c) Micha Brem

 

STACHELBEERE
(Ribes uva-crispa)
Stachelbeeren schmecken frisch vom Strauch, können aber auch in der Küche vielfältig verarbeitet werden: als Rohkost in Smoothies, rohen Fruchtaufstrichen sowie als Fruchtleder. In der klassischen Küche locken Stachelbeerkuchen, Marmelade und Kompott. Aufgrund der ausgeprägten Fruchtsäure sind Stachelbeeren eine gute Grundzutat für Chutneys.

Stachelbeere

(c) PIXABAY

VOGELKIRSCHE
(Prunus avium)
Frisch vom Baum schmecken die Früchte am besten. Ernten sollte man sie mit dem Stiel, so läuft der Saft nicht aus. Kuchen, Aufläufe, Saft, Likör, Chutney, Gelee oder Fruchtaufstrich – dies alles lässt sich aus den süßen Früchten herstellen. Entsteinte und getrocknete Kirschen als Vorrat für das Müsli oder als Nascherei

WALD-ERDBEERE
(Fragaria vesca)
Die einheimische Urform der Erdbeere schmeckt besonders aromatisch. An sonnigen Waldrändern und an lichten Stellen im Wald leuchten nun die kleinen, süßen Früchtchen und verlocken zu einem besonderen Genuss.

Wald-Erdbeere

(c) PIXABAY

 

Einjährige Sommergemüsepflanzen

FRANZOSENKRAUT (Kleinblütiges Knopfkraut)
(Galinsoga parviflora)
Das Kraut der froschgrünen Pflanzen mit ihren behaarten Blättchen und den kleinen Korbblüten (goldgelber „Knopf“ mit weißen Blütenblättern) ist besonders reich an Eisen. Kraut und Blüten schmecken im Salat, als Pesto oder als Gemüse. Franzosenkraut gedeiht oft auf Gemüse-, Mais- und Kartoffelbeeten.

Franzosenkraut Blüten

(c) Birgit Matz

 

GÄNSEDISTELN
Raue Gänsedistel (Sonchus asper)
Acker-Gänsedistel (Sonchus arvensis)

Diese Gemüsedisteln sind gedünstet aufgrund der angenehm leichten Bitternote ein besonderer Genuss! Man verwendet nur die zarten Triebspitzen inklusive Blütenknospen und der gerade eben aufgeblühter Blüten. Die bereits verblühten Blütenstände sollten aussortiert werden, da diese von strohiger Konsistenz sind. Junge Blätter kommen frisch und roh als Zutat in den Salat, ins Gemüse oder in den Grünen Smoothie. Ältere Blätter werden wie Spinat gedünstet. Die Knopsen können wie Kapern in Essig eingelegt werden und ergeben so ein leckeres Antipasti. Die aufgeblühten Blüten sind eine essbare Dekoration. Eine Spezialität ist auch der Gänsedistel-“Cannelloni“-Auflauf aus den dicken Stängeln größerer Exemplare.

Gänsedisteln

(c) Birgit Haas

 

KOHLDISTEL (Sumpf-Kohldistel)
(Cirsium oleraceum)
Blätter, Triebspitzen, Blüten im Grünen Smoothie oder gedünstet als „Spinat“-Gemüse.

Gänsedistel Blattvorderseite

(c) Birgit Matz

Sumpfkohldistel -Nudeln

(c) Micha Brem

ROTER WIESEN-KLEE
(Trifolium pratense)
Die Kleeblüte hat begonnen! Junge Triebspitzen sowie Blüten als Gemüse, gezupfte Blüten als Beimischung im Salat und als essbare Dekoration. Hinweis: Roter Klee enthält Phyto-Östrogene. Diese Pflanze ist daher vor allem für Frauen geeignet, Männer sollten sich dagegen etwas zurückhalten.

Roter Wiesenklee

(c) Birgit Matz

 

 SCHMALBLÄTTRIGES WEIDENRÖSCHEN
(Epilobium angustifolium)
Nun fängt die Blütezeit an! Diese sind essbare Dekoration oder Teezutat. Der Tee erinnert geschmacklich an Grünen Tee! Dicke Stängel des „Wald-Spargels“ pflücken, die oberen, noch zarten Abschnitte (ca. 25 cm) ergeben geschält und leicht gedämpft in Gemüsebrühe ein sehr schmackhaftes „Spargel“-Gemüse.

Weidenroeschen

(c) PIXABAY

 

WALD-ENGELWURZ
(Angelica sylvestris)
Blätter, Triebe und Blüten (Blüten kommen langsam) eignen sich als würzende Zutat in Salate, Suppen und Eintöpfe. Junge Blattstiele als kandiertes Naschwerk. Getrocknet sind Blätter und Triebe eine schmackhafte Zutat in Würzmischungen.

Waldengelwurz

(c) Birgit Matz

WALD-ZIEST
(Stachys sylvatica)
Das Wald-Gemüse mit Pilzgeschmack wird mit jungen Blättern als Blattgemüse oder Suppeneinlage zubereitet. Die Blüten des Wald-Ziests sind eine schöne, filigrane essbare Dekoration.

Waldziest

(c) Birgit Matz

WASSERLINSE, Kleine
(Lemna minor)
Roh als Einlage in einer Gemüsesuppe oder einer Gazpacho, aufs Brot, in Dips oder als Beimischung in Salaten. Grundsätzlich als essbare Dekoration großzügig und vielseitig einsetzbar! Mit „echten“ Linsen zusammen wird ein leckeres indisches Linsengericht zubereitet.

WEISSER GÄNSEFUSS (=MELDE)
(Chenopodium album)
Auf Mais-, Kartoffel- oder Gemüsefeldern sowie auf Brachland ist der wilde Spinat nun gut zu finden. Blätter und Triebspitzen schmecken als „Spinat“. Der im Rezeptteil beschriebene Brennnessel-Kuchen kann alternativ auch mit Melde zubereitet werden.

Melde

(c) Birgit Matz

Melde gesammelt

(c) Birgit Matz

WIESEN-BÄRENKLAU
(Heracleum sphondylium)
Blüten, Blütenknospen und junge Blätter als gedünstetes Gemüse, im Rührei oder auch roh im Salat. Blätter kommen als Zutat in den Salat oder Grünen Smoothie oder werden als Mischgemüse wie ein Spinatgericht gedünstet (zum Beispiel zusammen mit Giersch und Brennnessel). Junge Blätter und Stängel können auch leicht gedämpft und in Zitronensaft und Olivenöl mariniert werden – eine Delikatesse! Die Blattstängel werden pur als Rohkost oder Fingerfood mit Dip gegessen – oder ganz asiatisch im Wok gegart.

Wiesenbärenklau

(c) Birgit Haas

Wiesenbärenklau

(c) Birgit Matz

 

WBK

(c) Birgit Matz

WBK

(c) Birgit Matz

WIESEN-KNÖTERICH
(Bistota officinalis)
Blätter und junge Triebe als Spinatgemüse zubereiten, die walzenförmigen, rosa Blüten als essbare Dekoration.

Wiesen-Knöterich

(c) Birgit Matz

WILDE MÖHRE
(Daucus carota)
Die Blätter und Stängel der Wilden Möhre riechen deutlich nach „Möhre“ und schmecken petersilienartig. Junge Blätter und Blüten schmecken im Salat, in Smoothies, Frischpflanzensäften oder als Gemüsezutat. Die Blüten können in Teig ausgebacken werden.
Um eine Verwechslungsgefahr mit andern, leider giftigen Doldenblütengewächse zu vermeiden: Wichtigstes Kennzeichen: Unter dem Blütenstand steht ein Kranz fein verzweigter Blättchen, bei anderen Doldenblütlern fehlt dieser. Kennzeichen Blüte der wilden Möhre: In dem bereits aufgeblühten Blütenstand ist meist (nicht immer) ein dunkler Punkt zu erkennen. Verblühende Blütenstände und solche die bereits Samen tragen, weisen eine Trichterform auf, sind also nicht flach oder kugelig wie bei anderen Doldenblütlern. An Pflanzen bei denen die erste, mittige Blüte schon in diesem Entwicklungsstadium angekommen ist, kann man die zarten, noch nicht erblühten Blütenknospen der Seitentriebe als Gemüse- oder Salatzutat ernten.

Wilde Möhre

(c) Birgit Matz

Wilde Möhre

(c) Birgit Matz

 

Beliebte Dauergäste auf der grünen, wilden Speisekarte

ACKERHELLERKRAUT
(Thlaspi arvene)
Junge Blätter und Triebspitzen als Zutat in Salat, für Kräuterquark, Aufstriche und Pesto. Oder als pikante Würze in Rührei oder Omelette. Knospige Blütenstände schmecken fast wie Brokkoli und können in Öl gedünstet und mit Zitronensaft und Tamarisauce (Sojasauce) als Gemüse gegessen werden. Blüten werden als essbare Dekoration verwendet.

Ackerhellerkraut

(c) Birgit Matz

 

BACHBUNGE
(Veronica beccabunga)
Blätter, Triebspitzen und Blüten kommen als Zutat in den Mischsalat oder werden als Aufstrich oder Dip weiterverarbeitet.
Siehe auch das Video vom 5.7.2017!

Bachbunge

(c) Birgit Matz

 

BRENNNESSEL
(Urtica dioica)
Jetzt nur noch die oberen Triebspitzen (ca. 5 cm) der Brennnesseln sammeln, auch gerne mit den Blüten. Diese kommen als Zutat in den in den grünen Smoothie oder werden wie „Spinat“ gedünstet. Eine Delikatesse ist der wilde Brennnessel-Kuchen (Quiche) mit Schafskäse oder die Brennnessel-Kartoffel-Suppe (siehe auch Genaueres unter Rezepte). Brennnesseln enthalten viel Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamin C und Eisen.

Brennnessel

(c) Birgit Matz

 

BROMBEERBLÄTTER
(Rubus sectio Rubus)
Junge Triebe getrocknet als Grundlage für eine eigene Hausteemischung.

Brombeerranke

(c) Birgit Matz

 

BRUNNENKRESSE
(Nasturtium officinale)
In klaren Gewässern sind Blätter, Triebspitzen und Blüten herangewachsen. Sie schmecken im Salat, Kräuterquark oder auf dem (Butter-)Brot.

Brunnenkresse

(c) Birgit Matz

 

DOST, GEWÖHNLICHER
(Origanum vulgare)
Das klassische Pizza- und Tomatengewürz passt auch als aromatische Beigabe zu Salaten, Gemüse, Saucen, Antipasti, Nudeln und Reis. Getrocknete Blätter (und später) Blüten bereichern die Hausteemischung und ergeben, vor allem aufgrund des „Thymol-Gehaltes“, einen wohltuenden Tee bei Husten und Halsbeschwerden.

Dost Blüte

(c) Birgit Matz

GÄNSEBLÜMCHEN
(Bellis perennis)
Die nussig schmeckenden Blüten sind essbare Dekoration oder Zutat im Salat. Aus den Blütenknospen können „Kapern“ eingelegt werden. Aus den Blattrosetten wird ein Salat gemacht. Gerade für die Sommerzeit sind Gänseblümchenblüten in Eiswürfel nicht nur für Gäste apart.

Gänseblümchen

(c) Birgit Matz

 

GIERSCH
(Aegopodium podagraria)
Zur Pflege der Gierschbestände ist nun eine Mahd mit der Sense oder einer Sichel angebracht. Allerdings wachsen zarte grüne Gemüseblättchen nur bei ausreichender Wasserversorgung nach. Unter Umständen ist also ein Wässern der Giersch-Gemüsebeete erforderlich. Nur die oberen Blätter und die Blüten sind als Beimischung im Salat und als „Spinat“-Gemüse ein Genuss! Besonders ist der Basensaft zu empfehlen. Milchsauer eingelegter Giersch ist ein traditionelles Rezept aus Russland (siehe unter Rezepte).

Giersch jung

(c) Birgit Matz

GUNDERMANN
(Glechoma hederacea)
Triebe mit Blättchen und Blüten sind eine aromatische Gewürzzutat in Saucen, Dips und Salaten und schmecken als Zutat im Wildkräuter-Wasser. Ähnlich der Goldnessel überwintert diese immergrüne Pflanze auch mit ihren Ranken, welche sich schnell wieder neu bewurzeln und ganze Teppichpolster bilden können. Der relativ hohe Anteil an ätherischen Ölen und Bitterstoffen macht sie in kleinen Mengen zu einer idealen Zugabe zu Smoothies oder Gewürzkraut an Salaten. Pur und als alleinige Zutat schmecken diese jedoch zu intensiv.

Gundermann

(c) Birgit Matz

 

HIRTENTÄSCHEL, Gewöhnliches
(Capsella bursa-pastoris)
Hirtentäschel ist ein weit verbreitetes Ackerbeikraut und ist oft auf frisch umgesetzten Gartenbeeten oder auf Brach- und Ödland zu finden. Die Blätter erinnern in der Form an Rucola und schmecken auch ähnlich würzig – was vor allem an den scharf schmeckenden Senfglykosiden liegt.

KNOBLAUCHSRAUKE
(Alliaria petiolata)
Aus den würzig-scharfen Samen lässt sich in einem Mörser zusammen mit Salz, etwas Apfelessig und ein wenig rohem Rohrzucker oder Apfeldicksaft ein „Senf“ herstellen.

LÖWENZAHN
(Taraxacum officinales)
Die Blätter sind eine gesunde Zutat im Salat oder für Pesto. Die Bitterstoffe machen den Löwenzahn zu einem „Entgiftungskraut“ oder neudeutsch zu einer „Detox-Pflanze“.

Löwenzahn

(c) Birgit Matz

PERSICHER EHRENPREIS
(Veronica persica)
In der Nachbarschaft der Vogelmiere ist auf humosen Gartenbeeten, dem Kompost oder am Wegrand der Persische Ehrenpreis mit seinen leuchtend hellblauen Blütchen meist nicht weit weg. Auch hier kann man nun die Triebspitzen und Blüten ernten und als Salatzutat genießen.

Persischer Ehrenpreis

(c) Birgit Matz

 

SCHAFGARBE (WIESEN-)
(Achillea millefolium)
Zarte Schafgarbenblätter (nach einer Mahd) und die Blüten sind eine köstliche Bereicherung im Salat sowie eine wertvolle Zutat im Grünen Smoothie. Ihre wertvollen Bitterstoffe regen die Entgiftung an! Die Blätter dank ihrer schmalen und länglichen Form sowie der Feingliedrigkeit auch als “Augenbrauen der Venus” bezeichnet. Die Schafgarbe ist eine altbewährte Heilpflanze und wird zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden und zur allgemeinen Kräftigung eingesetzt. Die Wirkung ist wohl auf ihren Gehalt an Gerb- und Bitterstoffen sowie weiteren sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden, Vitaminen und Mineralien zurückzuführen.

Schafgarbe Blüte

(c) Birgit Matz

 

SPITZWEGERICH & BREITWEGERICH
(Plantago lanceolata) &  (Plantago major)
Blätter im Salat und Smoothie, getrocknet als Hustentee. Blütenknospen schmecken nach Champignons und können auch so zubereitet werden.

Spitzwegerich

(c) Birgit Matz

Knopsen Spitzwegerich

(c) Birgit Matz

VOGELMIERE
(Stellaria media)
Die Triebe der Vogelmiere schmecken wunderbar mild nach Erbsen und ergeben einen schmackhaften Salat oder kommen in den Grünen Smoothie. Kleingeschnitten schmecken sie im Kräuterquark oder als deftiger Brotaufstrich. Als Zutat in die Gemüsesuppe oder wie Spinat gekocht. Eine Handvoll frischer Triebspitzen als Teeaufguss regt die Nieren an.

Vogelmiere

(c) Birgit Matz

 

 

 

* Stand: 18. Juli 2017

Von Region zu Region unterscheidet sich „natürlicherweise“ die Auswahl.

Eine Auswahl passender Rezepte gibt es kontinuierlich hier.

 

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